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4 IBM i-Mythen und ob sie stimmen

IBM Hardware

Legacy-System, hohe IT-Betriebskosten, keine Zukunft? Und kann eine Technologie, die bereits vor über 30 Jahren als AS/400 eingeführt wurde, heute überhaupt noch relevant sein? Wir klären die vier größten IBM i-Mythen auf und verraten, ob sie stimmen.

IBM i ist ein Mythos? Zugegeben: Legendär schon. Aber eine sagenhafte Geschichte aus der Vorzeit der Computer-Betriebssysteme? Wohl kaum. Es gibt so viele Argumente, die für IBM i als Plattform sprechen und die viele Mythen ruck-zuck widerlegen.

Mythos #1: IBM i ist ein Legacy-System

IBM i wird häufig als Legacy-System charakterisiert. Also als altehrwürdige und etablierte Unternehmens-Hardware oder „Infrastruktur“, die in Teilen zwar nicht mehr dem neuesten technischen Stand entspricht, aber immer noch zuverlässig ihren Dienst leistet.

Hier handelt sich ganz klar um einen Mythos. Denn es wird einfach übersehen, dass kleine, mittlere und große Unternehmen weiter in Lösungen für die Plattform IBM i investieren und sich tagtäglich bei der Ausführung der wichtigsten Geschäftsanwendungen darauf verlassen. Dabei nutzen sie eine IBM i on Power Systems-Umgebung mit modernen Technologien, die noch lange weiterentwickelt und durch neue Prozessorgenerationen nur noch zuverlässiger und leistungsfähiger wird.

Mythos #2: IBM i ist für Entwickler irrelevant

Da sowohl IBM wie auch die IBM i der Open Source-Software immer offen gegenüberstand und bis heute zahlreiche Development-Tools wie Git, Node.js, Python, Apache, Angular oder Ruby integriert, lässt sich Mythos Nummer Zwei schnell auflösen.

Das OS bietet eine RPG- und COBOL-Umgebung und erweitert diese mit Sprachen wie SQL, Java, .NET, PHP, C und C++, um nur einige zu nennen. Mit Rational Developer for i kommt eine Software-Entwicklungsumgebung von Weltklasse hinzu. Auch existiert ein ganzes Ökosystem von Lösungen unabhängiger Softwareanbieter, deren Anzahl in die Tausende gehen dürfte. Und so meinen wir, dass die Unterstützung von Open Source-Software ein klarer Vorteil von IBM i ist, der die Plattform auch für moderne Entwickler relevant macht.

Mythos #3: IBM i treibt IT-Betriebskosten in die Höhe

Die IT-Betriebskosten sind bei Investitionsentscheidungen relevanter denn je. Aber normalerweise nicht das wichtigste Merkmal bei der Auswahl eines Systems. Allerdings unterliegt IBM i im Teamplay mit Power Servern immer noch dem Mythos, dass es im Vergleich zu ähnlichen x86-Systemen teurer ist.

Klar: Es mag durchaus Szenarien geben, in denen das zutrifft. Bewiesen ist aber auch, dass IBM i in der Regel niedrigere Gesamtbetriebskosten (TCO) und manchmal auch niedrigere Gesamtanschaffungskosten (TCA) hat. Tatsächlich ergab eine von HelpSystems durchgeführte IBM i Umfrage, dass über 90 % der befragten Kunden meinen, dass IBM i einen höheren Return on Investment als vergleichbare Plattformen bietet.

Mythos #4: IBM i hat keine Zukunft

Big Blue hat sich mit einer bis weit in die Zukunft reichenden Roadmap IBM i-verpflichtet: Bis mindestens 2032 soll die dann „IBM i Next +1“ genannte Plattform unterstützt werden. Und wenn man sich den Einsatz in Unternehmen ansieht, macht IBM i hier meist genau das, was das tägliche Kerngeschäft ausmacht – von der wichtigen Finanz- bis zur innovativen Webanwendung. Die Power-Plattform wird also nicht so schnell verschwinden, sondern vielmehr auch weiter die Bedürfnisse der sie nutzenden Unternehmen erfüllen.

IBM selbst schert der Mythos wenig, es werden munter Innovationen entwickelt: Zum Beispiel sorgt Db2 Mirror for i seit dem Release 7.4 dafür, dass Datenbankdateien zwischen zwei Plattformen in Echtzeit und vollständig synchronisiert werden können. Ein Hochverfügbarkeits-Vorteil, der vielen noch in Zukunft nützlich sein wird.

Kein Mythos: IBM i bleibt relevanter denn je

Weltweit verlassen sich zahlreiche Unternehmen auf Power Server und IBM i. Sie sind überzeugende Beispiele dafür, warum viele Mythen auch solche bleiben. Denn eine „alte“ Technologie verliert erst an Relevanz, wenn sie ihren strategischen Wert verliert und nicht mehr in der Lage ist, neue Ideen und Fähigkeiten zu integrieren. Und das ist dann auch einer der Gründe, warum IBM Power Systems mit „i“ immer noch so zukunftsfähig ist.

Node.js, SQL, PHP & Co. – Open Source als strategische Entscheidung

Laut einer IBM i-Umfrage verwenden derzeit 26 % der IBM i-Anwender Node.js, eine Open Source-JavaScript-Laufzeitumgebung. Und auch, wenn diese Zahl noch klein erscheinen mag, ergab eine aktuelle Red Hat-Umfrage, dass insgesamt 95 % der 1.000 befragten IT-Verantwortlichen Open Source für strategisch wichtig hält.

IBM trieb die Integration stets voran: Was bei AS/400 mit Apache, Perl und Java vor knapp zwanzig Jahren begann, wurde mit Kerberos, PHP und Samba über die Jahre fortgesetzt. Tools wie Git, nginx, Node.js und Orion kamen hinzu. Die hauseigene RPG- wie auch COBOL-Umgebung lässt sich durch zahlreiche Programmiersprachen wie SQL, Java, .NET, PHP, C und C++ erweitern, um nur einige zu nennen.

IBM hat also viel getan, um die Power Plattform auf Nicht-RPG-Programmierer auszudehnen und auch, um bestehenden IBM i-Entwicklern Zugang zu neuesten Web-Technologien zu ermöglichen. Hier finden Sie eine allgemeine Zusammenfassung der Open-Source-Unterstützung für IBM i.

Die beste Möglichkeit, vorhandene Technologie zu nutzen

Das tolle an Open Source ist, dass Menschen auf der ganzen Welt ihren Beitrag zur offenen Software-Kultur leisten. Und da Millionen die gleichen Technologien verwenden, stehen für Entwickler, die etwas Neues lernen oder ihre Fähigkeiten erweitern möchten, viele Ressourcen bereit.

Anstatt also eine Technologie auf Basis interner Fähigkeiten auszuwählen, können Unternehmen überlegen, ob sich akute Geschäftsprobleme durch bereits erstellte Anwendungen lösen lassen. Und indem bereits verfügbare Bibliotheken genutzt werden, anstatt das Rad neu zu erfinden, werden auch die eigenen IT-Ressourcen entlastet.

Das Ökosystem ist einfach riesig. Und so behaupten wir, dass Open Source ein großer Vorteil für die Power Plattform und damit nur einer der Gründe ist, warum IBM Power Systems mit „i“ immer noch so zukunftsfähig ist.

Großer Bewerberpool für offene Innovations-Kultur

Zusätzlich gewinnen Unternehmen beim Einsatz von Open Source mehr Freiraum bei der Suche und Einstellung von fähigen Mitarbeitern. Denn wie wir alle wissen, ist der IT-Fachkräftemangel groß und es ist wohl einfacher, einen PHP-Entwickler als einen RPG-Programmierer zu finden. Und wer sagt denn, dass der neue Mitarbeiter dann nicht in der Lage ist, RPG zu lernen und bestehend Anwendungen zu warten und zu erweitern.

Zusätzlich zur Einstellung von Entwicklern mit Open Source-Erfahrung können Unternehmen auch verstärkt auf eine offene Lernkultur bauen, um bei allen möglichen Herausforderungen voranzukommen.

Fülle an Funktionen für iBM i dank Open Source

Klar ist, dass Open Source eine Fülle neuer Funktionen in IBM i eingebracht hat. Optimale Voraussetzungen also, um die eigenen Geschäftsanwendungen und Innovationen mit der bewährten Plattform weiter voranzutreiben. Klar ist auch, dass Open Source Sie davon abhalten kann, Ihre aktuellen und zukünftigen Optionen nur an die eigenen Fähigkeiten zu binden. Und das macht Sie am Ende deutlich flexibler.

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  1. Welche Managed Services brauche ich?
  2. Leistungsspektrum prüfen
  3. Sicherheit, Infrastruktur und Support beachten
  4. Anbieter auf Fachkompetenz prüfen
  5. Leistung in SLAs festhalten
  6. Angebot vergleichen, Vertrag ausgestalten

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